Weihnachtsgeschenke für Kollegen: 11 Ideen für Team und Chef
Für Kollegen funktionieren kleine, verbrauchbare Geschenke am besten, die nichts über die Person voraussetzen – oder etwas zum Teilen fürs ganze Team. Der Chefin oder dem Chef schenkt man besser gemeinsam als Team als allein. Wichtiger als der Preis ist, dass sich niemand übergangen oder unter Druck gesetzt fühlt.

Im Büro schenkst du nicht nur einem Menschen etwas – die anderen sehen zu. Deshalb ist bei Kollegen weniger die Frage „Was gefällt ihr?“ entscheidend als „Wie wirkt das im Team?“. Dieser Ratgeber ist für alle, die von sich aus etwas verschenken möchten: an die Kollegin, mit der du dir seit Jahren das Büro teilst, ans ganze Team oder gemeinsam an die Chefin oder den Chef. Wenn ihr in einer Runde Lose zieht, findest du passendere Ideen bei den Wichtelgeschenken.
Erst klären, wen du beschenkst
Bevor du über das Geschenk selbst nachdenkst, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Konstellation. Ich würde diese vier Fragen in genau dieser Reihenfolge beantworten:
- Einzelne Person oder alle? Wer zwei von acht Kollegen beschenkt, sorgt bei den anderen sechs für Gesprächsstoff. Entweder bekommt das ganze Team etwas Kleines, oder du übergibst das persönliche Geschenk unter vier Augen.
- Wie nah steht ihr euch wirklich? Mit der Kollegin, mit der du jeden Tag Mittag isst, darf es persönlicher sein. Bei allen anderen gilt: lieber verbrauchbar und neutral als gut gemeint und daneben.
- Geht es nach oben? Geschenke an Vorgesetzte haben ihre eigenen Regeln. Fast immer ist ein gemeinsames Geschenk vom Team die bessere Wahl als ein Alleingang.
- Gibt es Vorgaben im Unternehmen? Manche Arbeitgeber regeln Geschenke im Arbeitsumfeld, besonders gegenüber Führungskräften. Ein kurzer Blick in die internen Richtlinien oder eine Frage an die Personalabteilung erspart Unsicherheit.
Etikette: Was im Büro gut ankommt
Ein paar Grundregeln machen fast jedes Kollegengeschenk sicherer:
- Klein halten. Ein teures Geschenk setzt die andere Person unter Druck, etwas Gleichwertiges zurückzugeben. Im Büro ist das selten gewollt.
- Verbrauchbar vor dekorativ. Was gegessen, getrunken oder benutzt wird, ist irgendwann weg. Deko-Figuren dagegen bleiben – auch wenn sie nicht gefallen.
- Nichts Körpernahes. Parfum, Schmuck oder Kosmetik wirken zwischen Kollegen schnell zu intim, gegenüber Vorgesetzten erst recht.
- Keine versteckten Botschaften. Ein Wecker für den Zuspätkommer oder ein Ordnungssystem für den chaotischen Schreibtisch mag witzig gemeint sein, wird aber leicht als Kritik verstanden.
- Diskret übergeben. Einzelgeschenke lieber in einer ruhigen Minute als vor versammeltem Team, Gruppengeschenke dagegen gern gemeinsam, etwa bei der Weihnachtsfeier.
Und das Wichtigste: Niemand ist verpflichtet zu schenken. Wer nichts mitbringt, ist deshalb nicht unkollegial – und wer etwas mitbringt, sollte keine Gegenleistung erwarten.
Fürs ganze Team: Etwas zum Teilen
Wenn du dem Team etwas schenkst, bekommt jede Person dasselbe – und niemand muss überlegen, warum er weniger bekommen hat. Geschenke zum Teilen haben außerdem einen Nebeneffekt: Sie bringen Leute an einen Tisch, die sonst nur per Mail miteinander reden.

Ein Weihnachtsfrühstück, das du mitbringst
€€ · mittleres Budget
Ein Korb frischer Brötchen, dazu Aufstriche, Obst und etwas Weihnachtliches wie Stollen: An einem der letzten Arbeitstage vor den Feiertagen ist ein gemeinsames Frühstück ein Geschenk, das alle erreicht und niemanden in Verlegenheit bringt. Kündige es ein paar Tage vorher an, damit möglichst viele da sind, und frag nach Unverträglichkeiten oder vegetarischen Vorlieben. Das Geschenk ist hier nicht das Essen allein, sondern die halbe Stunde, in der niemand an den Rechner muss.
Passt nicht, wenn ein großer Teil des Teams im Homeoffice arbeitet oder ihr keinen gemeinsamen Raum mit Tisch habt – dann lieber etwas, das jede Person für sich mitnehmen kann.

Winterobst und Nüsse für die Teeküche
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Eine große Schale Mandarinen, Äpfel und Walnüsse, dazu vielleicht ein Nussknacker: In vielen Teeküchen stehen im Dezember vor allem Kekse und Schokolade, und Obst ist dazwischen eine willkommene Abwechslung. Das Geschenk ist unaufdringlich, passt zu jeder Ernährungsweise und erinnert an Adventsteller von früher. Ein kleiner Zettel mit „Frohe Weihnachten, bedient euch“ reicht als Begleitung.
Passt nicht, wenn ohnehin jede Woche ein Obstkorb vom Arbeitgeber kommt – dann fällt dein Geschenk nicht auf.

Adventskalender für die Teeküche
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Ein selbst befüllter Kalender mit 24 Päckchen, die jeden Morgen jemand anderes öffnen darf: kleine Süßigkeiten, ein Teebeutel, ein Rätsel, ein Gutschein für „heute macht jemand anderes den Kaffee“. Das Geschenk zieht sich durch den ganzen Advent und sorgt jeden Tag für einen kurzen Moment am Kaffeeautomaten. Leg vorher fest, in welcher Reihenfolge geöffnet wird – eine Liste an der Wand verhindert Streit um die Türchen.
Passt nicht, wenn du erst nach dem ersten Dezember daran denkst oder dein Team so groß ist, dass sich 24 Päckchen nicht sinnvoll aufteilen lassen.
Für einzelne Kolleginnen und Kollegen, die dir nah sind
Mit manchen Menschen im Büro verbindet dich mehr als die Abteilung: Ihr helft euch bei Engpässen aus, kennt die Namen der Kinder und wisst, wer welchen Kaffee trinkt. Hier darf das Geschenk zeigen, dass du hinsiehst – solange du es unter vier Augen übergibst.

Selbst eingekochte Marmelade oder Chutney
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Ein Glas Marmelade aus Früchten, die du im Sommer selbst gepflückt hast, oder ein würziges Chutney zum Käse: Selbst Gemachtes zeigt Mühe, ohne nach Geld auszusehen. Damit eignet es sich gut für Kollegen, denen du danken willst, ohne sie zu einem Gegengeschenk zu drängen. Ein handgeschriebenes Etikett mit Sorte und Datum macht das Glas fertig; bei Allergien oder Unverträglichkeiten lohnt sich eine kurze Zutatenliste.
Passt nicht, wenn du nicht gern in der Küche stehst – ein lieblos gekauftes Glas mit selbst gebasteltem Etikett merkt man.

Gute Handcreme gegen trockene Heizungsluft
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Im Winter werden die Hände im Büro durch Heizungsluft und häufiges Händewaschen schnell rau. Eine gute Handcreme in Tubengröße für die Schreibtischschublade wird deshalb wirklich benutzt. Sie ist Pflege, aber keine intime: anders als Parfum oder Kosmetik sagt sie nichts über Aussehen oder Geschmack. Ich würde eine Variante ohne starken Duft wählen, damit sie auch im Großraumbüro niemanden stört.
Passt nicht, wenn es um Vorgesetzte oder Kollegen geht, die du kaum kennst – dann ist Pflege schon zu persönlich. Bei Duftempfindlichen nur ein unparfümiertes Produkt.

Eine Kaffeepause, zu der du einlädst
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Eine Karte mit „Im Januar lade ich dich ins Café um die Ecke ein“ ist ein Geschenk, das fast nichts kostet und trotzdem viel sagt: Du verbringst gern Zeit mit dieser Person, auch jenseits von Besprechungen. Gerade für Kolleginnen, die dir im Jahr geholfen haben, ist das eine schöne Art Danke zu sagen. Nenn eine Woche oder schlag gleich einen Termin vor, damit die Einladung nicht im Januar-Trubel versandet.
Passt nicht, wenn die Person jede Pause ohnehin allein verbringen möchte oder ihr euch außerhalb der Arbeit kaum etwas zu sagen habt.
Gemeinsam für die Chefin oder den Chef
Vorgesetzte allein zu beschenken, bringt beide Seiten in eine schwierige Lage: Du willst nicht einschmeichelnd wirken, und die Führungskraft möchte niemanden bevorzugen. Ein gemeinsames Geschenk vom ganzen Team löst das. Damit es fair bleibt, sollte eine Person einsammeln, einen kleinen, freiwilligen Betrag vorschlagen und ausdrücklich sagen, dass niemand mitmachen muss. Wer nichts gibt, unterschreibt trotzdem die Karte – so bleibt niemand außen vor. Ob und in welchem Rahmen Geschenke an Führungskräfte bei euch üblich sind, klärt im Zweifel ein Blick in die internen Regeln.

Karte mit einem Satz von jedem im Team
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Statt nur Unterschriften schreibt jede Person einen konkreten Satz: wofür sie in diesem Jahr dankbar war, welche Entscheidung geholfen hat, welcher Moment in Erinnerung geblieben ist. Das ist für viele Vorgesetzte wertvoller als jedes Präsent, weil sie so selten direktes Feedback bekommen. Die Karte funktioniert allein oder als Begleitung zu einem der Geschenke unten. Gib sie früh genug herum, damit niemand zwischen Tür und Angel etwas hinkritzeln muss.
Passt nicht, wenn das Verhältnis zur Führungskraft im Team gerade angespannt ist – dann wirken überschwängliche Sätze aufgesetzt, und ein schlichter Gruß ist ehrlicher.

Schokolade aus einer kleinen Manufaktur
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Ein paar Tafeln aus einer Schokoladenmanufaktur, gern aus der Region, in der euer Büro liegt: Das ist ein klassisches Team-Geschenk, das nicht zu persönlich ist und trotzdem Qualität zeigt. Gut daran ist, dass es verbraucht wird und keine Verpflichtung hinterlässt. Wer weiß, dass die Chefin dunkle Schokolade bevorzugt oder Nüsse nicht verträgt, kann die Auswahl daran ausrichten.
Passt nicht, wenn die Person keine Süßigkeiten isst, auf Zucker verzichtet oder du es nicht weißt – dann ist ein Buch oder die Karte allein die sicherere Wahl.

Ein Buch zu ihrem Hobby, mit Widmung vom Team
€€ · mittleres Budget
Wenn im Team bekannt ist, dass der Chef wandert, gärtnert oder gern kocht, ist ein schönes Buch zu genau diesem Thema eine gute Wahl: Es zeigt, dass ihr ihn auch als Menschen wahrnehmt, und bleibt dabei unverfänglich. Eine kurze Widmung auf der ersten Seite, von allen unterschrieben, macht daraus ein Erinnerungsstück. Ratgeber zu Führung oder Selbstoptimierung würde ich dagegen meiden – sie lesen sich schnell als Botschaft.
Passt nicht, wenn niemand im Team weiß, wofür sich die Führungskraft außerhalb der Arbeit interessiert – ein Fachbuch zum Job wirkt dann wie Arbeit unter dem Baum.
Für Teams im Homeoffice
Wenn sich das Team vor allem auf dem Bildschirm sieht, fällt das gemeinsame Frühstück weg. Dafür bekommt ein Päckchen per Post mehr Gewicht: Es ist ein greifbares Zeichen in einem sonst sehr digitalen Arbeitsalltag. Frag vor dem Versand diskret nach den Adressen – nicht jede Person möchte ihre Privatanschrift im ganzen Team teilen. Alternativ kann eine Person aus der Teamleitung oder der Verwaltung den Versand übernehmen.

Kakao-Päckchen für die virtuelle Weihnachtsrunde
€ · kleines Budget
Alle bekommen vorab dasselbe kleine Päckchen mit Kakaopulver oder Trinkschokolade und einem Zettel: „Nicht vor Donnerstag, 16 Uhr öffnen“. Zur verabredeten Zeit trefft ihr euch zum Video-Call und trinkt zusammen. So entsteht aus einem kleinen Geschenk ein gemeinsamer Moment, der sonst im Homeoffice fehlt. Für alle, die keinen Kakao mögen, kann ein Teebeutel als Alternative beiliegen.
Passt nicht, wenn euer Team keine gemeinsamen Videorunden außerhalb von Meetings macht – dann fehlt der Anlass, und es bleibt ein einsamer Kakao.

Wärmflasche mit Strickbezug für den Schreibtisch
€ · kleines Budget
Wer zu Hause arbeitet, heizt oft nur sparsam oder sitzt im kühlsten Zimmer der Wohnung. Eine Wärmflasche mit gestricktem Bezug ist für diese Situation ein durchdachtes Geschenk, das den Arbeitsalltag spürbar angenehmer macht. Sie passt besonders zu Kolleginnen und Kollegen, mit denen du schon über kalte Füße am Schreibtisch gescherzt hast. Wer selbst strickt, kann den Bezug selbst machen.
Passt nicht, wenn du die Person kaum kennst – eine Wärmflasche ist gemütlich, aber schon ein Stück privater als Kakao oder Karte.
Wenn es schnell gehen muss
Die Ideen mit Obst, Frühstück oder der Kaffee-Einladung funktionieren auch, wenn dir erst am letzten Arbeitstag vor den Feiertagen einfällt, dass du etwas mitbringen möchtest. Weitere Ideen für spontane Käufe findest du bei den Last-Minute-Weihnachtsgeschenken. Wenn du nach dem Büro auch noch die Familie deines Partners besuchst, helfen die Weihnachtsgeschenke für Schwiegereltern weiter. Alle Ratgeber zum Fest stehen in der Übersicht der Weihnachtsgeschenke.
Häufige Fragen
Muss man Kollegen zu Weihnachten etwas schenken?
Nein. Geschenke unter Kollegen sind freiwillig, und in vielen Teams ist es völlig üblich, sich nur frohe Feiertage zu wünschen. Wenn du schenkst, dann so, dass sich niemand übergangen fühlt – etwas fürs ganze Team ist dafür oft die einfachste Lösung.
Wie viel sollte ein Weihnachtsgeschenk für Kollegen kosten?
Eine feste Summe gibt es nicht. Halte es klein genug, dass sich niemand zu einem Gegengeschenk verpflichtet fühlt. Eine Kleinigkeit mit erkennbarer Mühe kommt im Büro meist besser an als etwas Teures.
Soll ich der Chefin oder dem Chef allein etwas schenken?
Besser nicht. Ein Einzelgeschenk an Vorgesetzte kann schnell nach Einschmeicheln aussehen. Ein gemeinsames Geschenk vom Team mit einer Karte, auf der alle unterschreiben, wirkt unverfänglich und kommt meist besser an.
Wie organisiert man ein Gruppengeschenk im Team?
Eine Person sammelt ein, nennt einen kleinen, freiwilligen Betrag und macht klar, dass niemand mitmachen muss. Wer nichts gibt, unterschreibt trotzdem die Karte – so bleibt niemand außen vor.
Was sollte man Kollegen besser nicht schenken?
Alles, was als Kommentar zu Aussehen, Gewicht, Ordnung oder Pünktlichkeit verstanden werden kann, dazu Parfum, Schmuck und Alkohol, wenn du die Person nicht gut kennst. Auch ironische Sprüche auf Tassen oder Büchern kommen nicht bei jedem an.
Was ist der Unterschied zum Wichteln?
Beim Wichteln zieht jede Person einen Namen und beschenkt genau einen Menschen, meist mit festem Budget. Hier geht es darum, dass du von dir aus schenkst – einzelnen Kollegen, dem ganzen Team oder gemeinsam der Führungskraft.
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